Jutta Schultz fragte am 20.01.2017

Wie sehen die Prävention und Behandlungsmethoden bei Erkrankungen von Frauen aus, im Gegensatz zu gleichen Erkrankungen bei Männern, wird anders darauf gesehen und wenn ja wie?

Beanka Ganser antwortete

Liebe Jutta Schultz,

vielen Dank für die Anfrage.

Es gibt mittlerweile viel Wissen über die unterschiedlichen Erkrankungen, die erfolgreichen Behandlungsmethoden, die Wirksamkeit von Arzneien etc. bei Frauen und Männern. Daher ist es nur konsequent, die geschlechtergerechte Forschung weiter zu entwickeln. Hier liegt eine Möglichkeit der Mitglieder des Verwaltungsrates einer Krankenkasse: sie können - wie es in der Barmer Usus ist - einen regelmäßigen Pflegereport erstellen zu lassen und den Forschungsauftrag sofort mit entsprechenden Fragestellungen versehen. So kann schon frühzeitig Datenmaterial geschlechtergerecht aufbereitet werden, damit für die Versorgung der Versicherten evidenzbasiertes Wissen verfügbar gemacht wird. Es liegt dann in entscheidendem Maße an den Mitgliedern des Verwaltungsrates, hieraus die entsprechenden Schlüsse zu ziehen und z.B. die Satzungsleistungen der Krankenkasse entsprechend geschlechtergerecht auszugestalten.
Die Verdi-Liste bei der Barmer für die Sozialwahlen ist quotiert; als Spitzenkandidatin wird Ulrike Hauffe antreten. Sie war es, die z.B. die klarstellenden gesetzlichen Regelungen bei den Mutter/Vater-Kind-Kuren vorangetrieben hat. Ulrike Hauffe ist langjährige Bremer Landesbeauftragte für Frauen. Auf sie ist Verlass.

Es gibt also viele gute Gründe, bei den Sozialwahlen (wie auch bei allen anderen Wahlen) vom Wahlrecht Gebrauch zu machen und die Verdi- Listen zu wählen.

Gibt's noch weitere Fragen? Dann bitte gerne melden!

Viele Grüße
Beanka Ganser