Martina Arndt fragte am 17.01.2017

Hallo Frau König, wie wollen und können Sie sich für die besondere Lebensleistung berufstätiger Mütter in der Rentenpolitik einsetzen? Immerhin geht der Erhalt unserer Spezie sowohl physisch als auch menthal ausschließlich zu unseren Lasten. Es ist an der Zeit, dass wir hierfür eine adequate Anerkennung von der Gesellschaft bekommen!

Dagmar König antwortete

Liebe Frau Arndt,

ich teile Ihren Wunsch nach stärkerer Anerkennung der Leistung von Müttern in der Rente nachdrücklich und habe mich schon seit langem dafür eingesetzt. Das will ich auch weiterhin tun!
Zusammen mit den ver.di-Frauen, die vor Jahren bereits beim ver.di-Bundeskongress den Antrag gestellt haben, bei der Berechnung der Rente drei Kindererziehungsjahre voll additiv zu berücksichtigen.
Mit der Ausweitung der Mütterrente zu Beginn der laufenden Legislaturperiode hat der Gesetzgeber einen Schritt in diese Richtung getan, der aber noch nicht ausreicht.
Unser Rentensystem ist in einer Zeit entstanden, in der die Existenzsicherung von Frauen ganz überwiegend über ihre Ehemänner erfolgte, dem folgte die Rentenberechnungssystematik
u.a. mit der Absicherung der Hinterbliebenen.
Schrittweise hat die Politik mit Einführung und Ausbau der Kindererziehungs- und Kinderberücksichtigungszeiten im Rentenrecht die eigenständigen Leistungen der Mütter berücksichtigt.
Manche dieser Regelungen sind nicht ganz einfach verständlich. Die Rentenversicherung veröffentlicht gute Ratgeberbroschüren und im Internet werden viele Fragen detailliert beantwortet -
zur Mütterrente z.B. unter http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/Allgemeine...
Grundsätzlich aber ist festzuhalten, dass die Art der Rentenberechnung, die von 45 Beitragsjahren und einem Durchschnittseinkommen ausgeht, sich für die meisten Frauen ungünstig auswirkt.
Daher sind alle o.g. Kompensationsleistungen für Mütter dringend erforderlich und ein Ausdruck sozialer Gerechtigkeit.
Bitte bleiben Sie so engagiert und werden Sie für die Teilnahme an den Sozialwahlen - am liebsten natürlich auch für ver.di, damit wir unsere gemeinsamen Interessen wirkungsvoll vertreten können.

Mit besten Grüßen
Dagmar König

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