Thorsten Mühle fragte am 01.02.2017

Was verstehen Sie unter "ausreichende Leistung" und wofür möchten Sie sich im Sinne der Versicherten der DAK besonders einsetzten?

Helmut Mirbach antwortete

Sehr geehrter Herr Mühle,

vielen Dank für Ihre Anfrage zu meinen Vorstellungen zu einer "ausreichenden Leistung" der Krankenkasse und wofür ich mich im Sinne der Versicherten der DAK besonders einsetzen werde.

Aus meiner Sicht sorgt eine paritätisch finanzierte Krankenversicherung nicht nur für eine Entlastung der Versicherten, sondern nimmt auch die Arbeitgeber mehr in die Verpflichtung, sich für die Gesundheit der Beschäftigten zu engagieren. Die Erhebung eines Zusatzbeitrages führt zu einer Entwicklung, die nicht mehr das Leistungsspektrum der Krankenkasse für Versicherte und Arbeitgeber in den Vordergrund stellt. Vielmehr sorgt sie für einen Wettbewerb, der dazu führt, dass erforderliche Leistungen zurück gehalten werden und die persönliche Beratung der Versicherten reduziert wird. Als problematisch sehe ich es an, dass immer mehr Leistungen aus dem Katalog der Krankenkassen vollständig gestrichen oder auf einen Zuschuss reduziert werden. Ich finde es notwendig, dass Leistungen wie z. B. Sehhilfen, Hörgeräte oder Zahnersatz wieder als Sachleistung von der Krankenkasse bezahlt werden. Bei Themen, wie z. B. der ausreichenden ärztlichen und pflegerischen Betreuung in Krankenhäusern oder Rehabilitations- oder Pflegeeinrichtungen oder einer ärztlichen Betreuung am Wohnort, sehe ich auch Handlungsbedarf. Diesen hier darzustellen, würde aber sicherlich den Rahmen dieses Forums sprengen.

Natürlich ist mir bekannt, dass der Verwaltungsrat der DAK auf die von mir benannten Punkte nur begrenzt Einfluss nehmen kann. Er kann nur dann entscheiden, wenn es um die Gewährung von freiwilligen Versicherungsleistungen geht. Hier möchte ich mich im Falle meiner Wahl insbesondere für die Themen Prävention und das Betriebliches Gesundheitsmanagement einsetzen. Aus meiner langjährigen Erfahrung als Vorsitzender des Gesamtpersonalrates weiß ich, dass Präventionsleistungen und ein funktionierendes Betriebliches Gesundheitsmanagement dazu beitragen können, dass Arbeitsunfähigkeit verhindert und somit sowohl Kosten beim Arbeitgeber als auch bei der Krankenkasse eingespart werden können.

Sehr geehrte Herr Mühle,

ich würde mich freuen, wenn ich Ihre Fragen ausreichend beantworten konnte. Ansonsten stehe ich Ihnen für weitere Rückfragen gerne zur Verfügung.

Abschliessend möchte ich mich bei Ihnen für Ihr Interesse bedanken und würde mich freuen, wenn Sie selber Ihr Wahlrecht nutzen und hierfür auch in der Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis sowie am Arbeitsplatz werben. Natürlich freue ich mich umso mehr über jede Stimme, die unsere aktiven Kolleginnen und Kollegen auf der ver.di Liste unterstützt.

Alles Gute

Ihr
Helmut Mirbach

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