Hans-Ulrich Lender fragte am 30.04.2017

Leider scheint Ihr Kollege Uwe Klemens nicht Ihrer Meinung bezüglich Bürgerversicherung zu sein (Schweiz, jetzt Holland). Er bevorzugt weiterhin die Trennung gesetzliche\private Versicherung. Welche Haltung hat Verdi?

Matthias Träger antwortete

Lieber Herr Lender,

mit dem Gesetz zur Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung hatte die damalige Bundesregierung 2011 den Vorschlag der "Kopfpauschal" ins Spiel gebracht.
Gegen diesen Vorschlag, der in weiten Teilen Leistungseinschränkungen, Zusatzbeiträge, Gesundheitsfonds und Kostendeckung behandelte und sich überwiegend zu Lasten der gesetzlich Versicherten und der Beschäftigten im Gesundheitswesen geht, wendet sich ver.di.

Ver.di setzt hingegen auf eine solidarisch finanzierte Pflege- und Gesundheitsversorgung, die im Krankheitsfall Patienten bedarfsgerecht versorgt und den Beschäftigten im Gesundheitswesen eine gute Arbeit ermöglicht.
Hierzu hat sich ver.di an einer Kampagne gegen die "Kopfpauschale" beteiligt.
Ver.di fordert als Alternative zur Kopfpauschale die Verbesserung der Einnahmeseite durch Schaffung zusätzlicher sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze und die Weiterentwicklung des bestehenden Systems. Ziel ist ein solidarisches System der Bürgerversicherung nach dem Prinzip "alle sollen für alle von allem zahlen". Die Versicherungspflicht soll dazu auf Selbstständige und Beamte erweitert werden.
Die paritätische Finanzierung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer soll erhalten bleiben.
Weitere Details sind bei ver.di unter dem Stichwort Gesundheitspolitik und Bürgerversicherung im Internet nachzulesen.

Mit freundlichen Grüßen
Matthias Träger

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