Steffen Pawelczack fragte am 09.05.2017

Sehr geehrte Frau Rahmann, der Pressesprecher des GKV-Spitzenverbandes, Herr Florian Lanz, hat den großen Mangel an Psychotherapieplätzen für gesetzlich Versicherte in einem Fernsehinterview kürzlich damit erklärt, dass „die Therapeuten“ nicht gewillt seien, dort zu arbeiten, „wo sie wirklich gebraucht“ würden. Das hat mich insofern schockiert, als dass selbst dem GKV-Spitzenverband nicht bekannt zu sein scheint, dass eine neue psychotherapeutische Niederlassung von Psychologen de facto im Bundesgebiet seitens der KVen ausgeschlossen ist. Möglich ist nur doch die Übernahme einer aufgegebenen Praxis, was (meines Wissens nach) auch konsequent erfolgt. Es sei der Hinweis erlaubt, dass auch die neue Psychotherapie-Richtlinie hier keine Veränderung bringen wird, da es sich lediglich um eine Umverteilung der bereits existenten Kapazitäten handelt und nicht um eine Erweiterung. Meine Frage ist nun, in wie weit Sie sich dafür einsetzen werden, die Psychotherapie-Planung endlich am tatsächlichen Bedarf auszurichten und hier auch entsprechend Druck zur Umsetzung auf die Kassenärztlichen Vereinigungen aufbauen möchten?

Petra Rahmann antwortete

Sehr geehrter Herr Pawelczack,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich leider erst jetzt erhalten habe und somit gerne direkt beantworte. Ich bin der Meinung, dass das Thema Psychotherapie eines unserer Zukunftsthemen ist. Die zusammengetragenen Statistiken sprechen für sich! Mein Anliegen ist daher hier eine bedarfsgerechte Planung zu unterstützen.
Allerdings muss ich eingestehen, dass wir nur mehrheitlich Druck ausüben können, wenn wir als ver.di zahlreich im Verwaltungsrat und weiteren Gremien vertreten sind. Die Wahl ist zukunftsweisend für unser Gesundheitssystem.

Mit freundlichen Grüßen aus Bochum,
petra rahmann

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