Marius Köstner fragte am 10.05.2017

Liebe Frau Hauffe, bezugnehmend auf ihre Antwort habe ich tatsächlich noch eine Nachfrage und eine Anmerkung. Sie führen aus, dass im Moment 0,01% der Ausgaben für Maßnahmen aus dem Bereich "Homöopathie" erfolgen. Wie hoch ist diese Summe denn konkret? Die abstrakte Prozentzahl ist für mich als Außenstehender keine wirklich vergleichbare Größe. Übrigens bin ich der Meinung, dass wenn für die Wirksamkeit von Homöopathie kein wissenschaftlicher Nachweis vorliegt, eine Krankenkasse so lange die Kosten nicht übernehmen sollte, bis wissenschaftliche Nachweise vorliegen. Ob es sich dabei um 0,01% der Ausgaben oder 1% der Ausgaben handelt ist für diese grundsätzliche Entscheidung irrelevant. Und wenn ich meine Stimme verdi geben sollte, dann müsste ich schon ein Signal erhalten, dass Sie und ihre Kolleg*innen sich dafür einsetzen, dass diese 0,01% noch verringert werden und Homöopathie insgesamt nicht mehr übernommen wird. Es gibt wirklich Maßnahmen, für die ein wissenschaftlicher Nachweis erbracht ist und die Kostenübernahme immer weiter reduziert wird. Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass die 0,01% die heute für Homöopathie ausgegeben werden in die Übernahme von Seh- und Hörhilfen, oder Zahnersatz fließen. Dann wähle ich auch sehr gerne bei der Sozialwahl verdi.

Ulrike Hauffe antwortete

Sehr geehrter Herr Köstner,

mit der Angabe des Vergleichs von 0,01 % der gesamten Leistungen wollte ich deutlich machen, dass die Aufwendungen – gemessen an den Gesamtausgaben der Kasse - nicht entscheidend ins Gewicht fallen und die Homöopathie somit kein Preistreiber in der ambulanten Versorgung ist. Ich verstehe Ihre Anmerkung so, dass es Ihnen eher darum geht, die Homöopathie als gesetzliche Krankenkasse gar nicht mehr zu finanzieren. Hierzu möchte ich noch einmal wiederholen, dass die homöopathischen Arzneimittel nicht (!) von der BARMER übernommen werden.

Mit herzlichen Grüßen von
Ulrike Hauffe

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