Karin Bergdoll fragte am 10.08.2017

Was hälst du von der Bürgerversicherung?

Ulrike Hauffe antwortete

Liebe Karin,

mein Motto heißt nicht von Ungefähr "Gesundheit und Gerechtigkeit gehören zusammen!". ver.di setzt auf eine solidarisch finanzierte Pflege und Gesundheitsversorgung, die im Krankheitsfall allen Patientinnen und Patienten bedarfsgerechte Leistungen garantiert und den Beschäftigten gute Arbeit ermöglicht. Statt notwendige Ausgaben zu begrenzen und die Versicherten verstärkt zur Kasse zu bitten, fordern wir, die Einnahmebasis der gesetzlichen Krankenversicherung und Pflegeversicherung zu verbreitern. Dafür müssen Mini- und Teilzeitjobs zurückgedrängt und sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen werden. Wir werben für die Weiterentwicklung des bestehenden Systems zu einer solidarischen Bürgerversicherung nach dem Prinzip: „Alle sollen für alle von allem zahlen.“ Die Versicherungspflicht soll dazu ausgedehnt werden: Selbstständige, Beamtinnen und Beamte werden ebenfalls Mitglied in der neuen Bürgerversicherung. Die paritätische Finanzierung zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite soll erhalten bleiben. Um alle ihrer Leistungsfähigkeit entsprechend an den Kosten für Gesundheit und Pflege zu beteiligen, sollen die Beitragsbemessungsgrenze angehoben und die Bemessungsgrundlage um weitere Einkommensarten wie Kapital- und Zinserträge erweitert werden. Die so entstehenden Mehreinnahmen können genutzt werden, um die Beiträge stabil zu halten, Zusatzbeiträge überflüssig zu machen und die Qualität der Versorgung insgesamt zu stärken. So schafft die Bürgerversicherung auch den notwendigen finanziellen Spielraum, um die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegebereich zu verbessern.
Derartige Umstrukturierungen benötigen starke Partnerinnen und Partner. Deshalb ist es sinnvoll, bei der bei der BARMER noch anstehenden Sozialwahl die ver.di-Liste zu wählen!

Herzliche Grüße
Ulrike Hauffe

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