Barbara Venator fragte am 29.01.2017

Wieso siehst Du die RV in ihrer jetztigen Struktur als sozial und solidarisch? Ich habe den Eindruck, das ist nicht mehr so und wünsche zwar, dass dies wieder so wird - weiß aber nicht wie. Wie möchtest Du Dich mit welchen Themen genau einbringen? Vielen Dank.

Wiebke Koerlin antwortete

Liebe Kollegin Barbara,

danke für Deine Nachfrage.

Wir waren um ein Motto bzw.eine Schlagzeile gebeten worden, womit wir uns ausdrücken. Das ist dann immer sehr kurz. Es ist schön, wenn das Anlass zu Nachfragen gibt.

Der Aufbau der Rentenversicherung ist immer noch so, dass das Versichertenparlament paritätisch von ArbeitnehmerInnen und Arbeitgebern besetzt wird, das ist schon ein erster Hinweis für eine solidarische Struktur. Dazu zählt auch die hälftige Verteilung der Beiträge. Auch zahlen „Besser“verdienende durch den prozentualen Beitrag mehr ein, Schwächere werden also auf allen Schultern mitgetragen, auch das ist für mich solidarisch.

Die DRV gehört zu den sozialen Sicherungssystemen und sie trägt, wenn sie sozial ausgrichtet ist, auch zu mehr Gerechtigkeit bei. Sie muss auch verteidigt werden. Weitere Privatisierungsversuche der Alterssicherung, wie sie von Arbeitgberverbänden und einigen Parteienvertretern verlang werden, sind unsozial.

Ein wichtiges Thema für mich sind die Leistungen für Rehabilitation. Reha muss auch in Zukunft zu einem Wiedererlangen der Gesundheit und der Berufs- und Erwerbsfähigkeit führen.

Hoffentlich entspricht meine Antwort Deinen Erwartungen, sonst können gerne Rückfragen gestellt werden. Bitte beteilige Dich bei den Sozialwahlen im April 2017.

Mit kollegialen Grüßen

Wiebke Koerlin

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